Umweltschutz

Umweltschutz in der Lieferkette

Umweltschutz in der Lieferkette

Uns ist bewusst, dass die Welt aufgrund der wachsenden Erdbevölkerung und endlicher Ressourcen vor enormen Herausforderungen steht. Deshalb sind der Schutz von Biodiversität und Klima, der effiziente Einsatz von Ressourcen sowie eine artgerechte Tierhaltung, aber auch soziale Anforderungen wie Mindestlöhne, sichere Arbeitsbedingungen und das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit Aufgaben, an deren Lösung wir gemeinsam mit unseren Lieferanten arbeiten. Wir fördern zum Beispiel verantwortungsvolle Anbau-, Ernte- und Verarbeitungsmethoden und wir unterstützen ein nachhaltig tragfähiges Verhältnis zwischen landwirtschaftlichem Ertrag und dem Schutz von Böden, Wasser sowie Tier- und Pflanzenarten.

Unsere Plastikstrategie

Plastik

Unserer ökologischen Verantwortung kommen wir nach, indem wir dort wo es möglich ist den Rohstoffeinsatz reduzieren und schon bei der Produktion den Kreislaufgedanken mit einbeziehen. Im Rahmen unserer REset Plastic-Strategie beschäftigen wir uns damit, weniger Plastik in Verkehr zu bringen, Verpackungen maximal recyclingfähig zu machen und Kreisläufe zu schließen. Als erster Lebensmittelhändler nehmen wir schon seit 2017 die Aufgabe wahr, den Produzenten, besonders bei Eigenmarken, Orientierung und Guidance an die Hand zu geben, wie Verpackungen so gestaltet werden können, dass sie recyclingfähig sind. Dafür gibt es einen Styleguide als Leitfaden, der unsere Lieferanten unterstützt. So wird das Recycling schon im Produktdesign mitgedacht.

Kreislaufwirtschaft
Lidl Österreich ist Teil der Schwarz Gruppe. Für unser Kerngeschäft  – den Handel mit Lebensmitteln – sind Wertstoffe als Transport- und Verpackungsmaterial unverzichtbar. Wenn wir Plastik in den Kreislauf bringen, tragen wir auch Verantwortung für die weitere Verwendung. Entsprechend engagiert sich die Schwarz Gruppe seit vielen Jahren insbesondere für die Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung dieser Wertstoffe.

Unsere Vision lautet „Weniger Plastik – Geschlossene Kreisläufe“. Wir arbeiten zukunftsorientiert und innovativ, daher haben wir uns zu diesen Zielen verpflichtet:

  • Den Plastikverbrauch bis 2025 um 20 Prozent zu reduzieren und
  • 100 Prozent der Eigenmarkenverpackungen maximal recyclingfähig zu machen.
  • Durchschnittlich 20 Prozent Rezyklat in den Eigenmarkenverpackungen aus Plastik einzusetzen.

Wir sagen "Pfiat di Plastik"

Dafür haben wir schon viele Maßnahmen umgesetzt

VERMEIDEN:

  • Über 40 unverpackte Produkte bei Obst und Gemüse
  • Lose, nachwachsend, kompostierbar - nachhaltigere Verpackungen bei allen heimischen Bio-Obst- und -Gemüsesorten der Eigenmarke "Ein gutes Stück Heimat"
  • Umweltfreundlichere Zellulosenetze für Bio-Gemüse
    – Bio-Zwiebeln und Bio-Kartoffeln seit 2014
    – Bio-Knoblauch, Bio-Rote-Rüben und Bio-Rettich seit 2016
  • Umweltschonendere Kartontassen bei Suppengemüse, Snackmix, Paprika-Mix und Porree
  • Topseal-Folie statt Kunststoffdeckel bei Heidelbeeren
  • Zuckerrohrpapier statt Kunststoff bei Physalis
  • Karton und Holzwolle statt Plastik bei Äpfeln und Ochsenherztomaten
  • Verzicht von Polybags aus Plastik bei ausgewählten Textilartikeln -> Einstecker und Banderolen aus Karton als Alternativen
  • Verkaufsstopp von Einweg-Plastiksackerln seit 2017
  • Teebeutel der Eigenmarken Lord Nelson und FAIRGLOBE sind zu 100 % frei von Kunststoff!
  • Verzicht auf Plastikdeckel bei allen „Ein gutes Stück Heimat“- sowie ausgewählten „Alpengut“-Molkerei-Produkten und Aufstrichen
  • Karton- statt Aluschale bei Schlemmerfilet
  • Papier-Skins statt Kunststoff bei dauerhaft- und in Aktion erhältlichen Steaks
  • Die Wattestäbchen und die Verpackung der Eigenmarke „Cien“ sind zu 100 % plastikfrei
  • Kompostierbare Obst- & Gemüsesackerl seit 2019
  • Verzicht auf Plastikhenkel bei unseren 1kg-„Alpengut"- Frucht- und -Naturjoghurts
  • Durch Forschung und Weiterentwicklung haben unsere PET-Flaschen in den vergangenen Jahren über 30 % an Gewicht verloren. Wir verwenden damit eine der leichtesten Flaschen auf dem Markt.
  • Karton- statt Plastikschale bei ausgewählten Schnittkäsesorten unserer klimaneutralen Bio-Marke "Ein gutes Stück Heimat"

REDUZIEREN:

  • Weniger Verpackungsmaterial bei Bio-Bananen (-87 %) -> Umstellung auf Banderole
  • Verkleinerung unserer Eigenmarken-Waschmittelverpackung bei gleichzeitiger Erhöhung der Konzentration -> So sparen wir rund 17 Tonnen Plastik im Jahr!
  • Weniger Verpackungsmaterial bei Eigenmarken-Nüssen (-10 bis -15 %)
  • Einsparung von Plastik und Karton bei Eigenmarken-Wurstverpackungen (-12 Tonnen Plastik und -12,5 Tonnen Karton pro Jahr)
  • Reduktion und Optimierung von Verpackungsfolien bei Eigenmarkenprodukten

WIEDERVERWENDEN:

  • Zur Herstellung neuer Flaschen verwenden wir bereits heute durchschnittlich mehr als 50 % Recyclingmaterial. Bis 2025 wollen wir im Schnitt 75 % Recyclingmaterial in unseren Flaschen verwenden.
  • Teilweise können wir heute schon 100 % Recyclingmaterial einsetzen (bspw. 1,5 Liter Saskia still). Außerdem werden die PET-Flaschen immer leichter. Zur Produktion wird daher immer weniger Material benötigt und Plastik vermieden.
  • Einsatz von Recyclingmaterialien für Reinigungsmittelverpackungen (bis zu 80 % aus PET-Recyclingmaterial)
  • Mehrwegnetze für Obst und Gemüse
  • Verpackungsempfehlung für unsere Lieferanten zur Nutzung der Potenziale für Plastikeinsparung und Verbesserung der Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen.
  • Der Flaschenkörper ausgewählter Reiniger und Weichspüler besteht nun zu 100 % aus recyceltem Plastik und ist recyclingfähig.
  • Das Material unserer Tragetaschen besteht aus recycelten Altfolien und wird in einem geschlossenen Materialkreislauf hergestellt.

Folgende Maßnahme sind unmittelbar vor oder in Umsetzung:

  • Neue Kennzeichnung „verantwortlicher verpackt“
    • Gibt Auskunft über Verpackungseigenschaften direkt auf der Verpackung
Entwaldungfreie Lieferkette

Einkaufspolitik für entwaldungs- und umwandlungsfreie Lieferketten

Wälder bedecken 31 Prozent der globalen Landfläche und haben enorme Bedeutung für das Leben auf der Erde, u.a. leben dort 80 Prozent aller Landtiere und -pflanzen. Intakte Wälder und natürliche Ökosysteme tragen so maßgeblich zur Biodiversität bei und sichern unsere Grundlagen für Ernährung und Gesundheit. Da Bäume das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid speichern, spielen sie zudem in der Bekämpfung des Klimawandels eine entscheidende Rolle.

Zahlreiche Eigenmarkenprodukte in unserem Sortiment beinhalten Rohstoffe, deren Produktion mit der Entwaldung von Wäldern und damit der Gefährdung wertvoller Ökosysteme einhergehen kann. Wir im Lidl Einkauf zielen deshalb darauf ab, die Rohstofflieferketten unserer Produkte sozial- und umweltbewusst zu gestalten. Durch strukturelles Handeln in Bezug auf Entwaldung und Umwandlung kann Lidl einen positiven Beitrag zu den strategischen Fokusthemen „Klima schützen“, „Ressourcen schonen“, „Biodiversität achten“ und „Fair handeln“ leisten.

PreZero Haushaltswaren

Haushaltswaren aus recyceltem Plastik

Lidl reduziert den Einsatz von Plastik und setzt verstärkt recycelten Kunststoff ein. So kommt man der Vision „Weniger Plastik – geschlossene Kreisläufe" einen weiteren Schritt näher. Für die neuen Haushaltswaren aus recyceltem Material wurden ca. 1.465 Tonnen Plastikabfall wiederverwertet und zu neuen langlebigen Produkten weiterverarbeitet.

Starke Kooperationen

2018 hat die Schwarz Gruppe das Global Commitment der New Plastics Economy der Ellen Mac Arthur Foundation unterzeichnet. Für die Umsetzung der gesetzten Ziele hat die Schwarz Gruppe 2018 die Plastikstrategie REset Plastic ins Leben gerufen. Diese umfasst die folgenden fünf Handlungsfelder:

  • REduce - Vermeidung: Wir verzichten wo immer möglich und nachhaltig, auf Plastik.
  • REdesign - Design: Wir gestalten Produkte so, dass sie recyclingfähig sind, und schließen Kreisläufe.
  • REcycle - Wiederverwenden: Wir sammeln, sortieren, recyceln und schließen Wertstoffkreisläufe.
  • REmove - Beseitigung: Wir unterstützen bei der Beseitigung von Plastikmüll aus der Umwelt.
  • REsearch - Innovation und Aufklärung: Für innovative Lösungen investieren wir in Forschung und Entwicklung und klären über Recycling und Ressourcenschonung auf.

Flugverbot für Obst & Gemüse

Bei Lidl Österreich kommt importiertes Obst und Gemüse nicht mehr per Flugzeug. Ein großer Schritt und ein riesiger Beitrag für den Klimaschutz, denn Flugtransporte für Lebensmittel sind besonders umweltschädlich: Laut Schätzungen produzieren sie im Vergleich zu nachhaltigerem Transport 27-mal mehr klimawirksame Treibhausgase.