Unsere Verantwortung

Ein großer Umsatzanteil unserer verkauften Waren geht auf Produkte zurück, die ihren Ursprung in der Landwirtschaft haben. Wir tragen Verantwortung für die Rohstoffe, die wir für unsere verkauften Eigenmarkenprodukte einsetzen. Obwohl unsere Verantwortung indirekter Natur ist, achten wir gemeinsam mit unseren Lieferanten auf verantwortungsvolle Anbau-, Ernte- und Verarbeitungsmethoden. Denn angesichts einer zunehmend wachsenden Weltbevölkerung ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ertragssteigerungen einerseits und dem Schutz von Böden, Luft, Wasservorkommen und Artenvielfalt andererseits unbedingt notwendig.

Positionspapiere

Unsere Ansprüche für den nachhaltigeren Einkauf von Rohstoffen haben wir in Positionspapieren festgehalten und dazu Grundsätze definiert. Diese sind als verbindliche Anforderung in unsere Einkaufspraktiken integriert und werden fortlaufend überarbeitet und aktualisiert. Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Partnern arbeiten wir kontinuierlich daran, die Risiken in unseren Lieferketten wirksam zu reduzieren.

Biodiversität
Biodiversität ist als Teil des Ökosystems Voraussetzung für die Landwirtschaft und damit die Basis für unsere Ernährung. Doch gerade die Herstellung von Produkten kann sich durch intensive industrielle Landwirtschaft negativ auf die Artenvielfalt und die Bodenfruchtbarkeit auswirken. Um Anbauflächen zu vergrößern werden Wälder abgeholzt, damit schwindet Lebensraum für Pflanzen und Tiere und die Artenvielfalt gerät zunehmend in Gefahr. Zudem laugen der Anbau von Monokulturen und der intensive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die Böden aus und führen zu Bodenerosionen. Diese Umweltbelastungen haben negative Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt.

Um diesen negativen Auswirkungen zu begegnen, haben wir gemeinsam mit unseren Lieferanten und Projektpartnern Maßnahmen entwickelt, die dazu beitragen, die Vielfalt von Flora und Fauna zu schützen und unsere Auswirkungen auf das Ökosystem so gering wie möglich zu halten.

Das Lidl-Rohstoffprogramm

Baumwolle

Die Textilindustrie steht häufig wegen kritischer sozialer und ökologischer Produktionsbedingungen im Fokus, insbesondere beim Anbau von Rohstoffen wie Baumwolle.

Wir begegnen den ökologischen und sozialen Herausforderungen des Baumwollanbaus und haben uns zum Ziel gesetzt, bis Ende 2022 100% nachhaltige Baumwolle zu beziehen. Dieses Ziel erreichen wir unter anderem durch die Partnerschaft mit der Initiative „Cotton made in Africa“.

Reis

Wir setzen uns für eine nachhaltigere Reisproduktion ein und sind deshalb im Oktober 2020 als erster Lebensmittelhändler in Österreich und erster Diskonter weltweit der globalen Sustainable Rice Platform (SRP) beigetreten.

Durch die Mitgliedschaft fördern wir den nachhaltigen Anbau von Reis und bauen unser Engagement hinsichtlich Nachhaltigkeit in der Lieferkette weiter aus.

Textilien & Schuhe

Zwischen 2014 und 2020 haben wir im Rahmen der Detox-Kampagne von Greenpeace intensiv daran gearbeitet, auf potenziell bedenkliche Substanzen bei der Textil- und Schuhproduktion unserer Eigenmarken zu verzichten. Im Dezember 2014 sind wir als erster Lebensmitteleinzelhändler der Detox-Kampagne beigetreten.

Seit 2020 können wir sagen, dass es uns gelungen ist, umweltschädliche Chemikalien in der Textilproduktion bestmöglich zu vermeiden und so eventuelle Belastungen für Mensch und Umwelt deutlich zu reduzieren.