In unserer Partnerschaft mit dem WWF analysieren und steuern wir die internationale Beschaffung definierter Rohstoffe. Unser Fokus liegt auf dem systematischen Aufbau rückverfolgbarer, entwaldungs- und umwandlungsfreier Lieferketten. Die folgenden Ziele gelten für unsere Eigenmarkenprodukte (Standard- und Aktionssortiment) in allen Lidl-Ländern, in denen die internationale Partnerschaft mit dem WWF aktiv ist.
Wir beziehen Risikorohstoffe – wie Soja, Palm(kern)öl, Kakao, Kaffee, Rindfleisch, Holz, Zellstoff und Papier – zunehmend aus entwaldungs- und umwandlungsfreien Lieferketten und steuern unsere Rohstoffstrategie aktiv, um Risiken für unsere Eigenmarkenprodukte zu adressieren. Dieser Ansatz setzt die Anforderungen der EU-Entwaldungsverordnung konsequent um und steht im Einklang mit der Accountability Framework Initiative (AFI).
Wir und unsere Lieferanten arbeiten nach den verbindlichen Vorgaben und Stichtagen der AFI und der EU-Entwaldungsverordnung.* Dies gilt für die Risikorohstoffe Soja, Palm(kern)öl, Kakao, Kaffee, Rindfleisch, Holz, Zellstoff und Papier.
* Jeder Standard definiert einen Stichtag, der den Zeitpunkt markiert, nach dem die Entwaldung für den Anbau von Rohstoffen an einem bestimmten Ort verboten ist. Diese Daten variieren je nach Standard.
Rückverfolgbarkeit und Lieferantenengagement
Wir verpflichten alle bestehenden und neuen Lieferanten, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 eine Richtlinie zu verabschieden, die sicherstellt, dass ihre Betriebe frei von Entwaldung, Landumwandlung und Ausbeutung - gemäß den Leitlinien der Accountability Framework Initiative (AFI) sowie dem Anwendungsbereiche der EU-Entwaldungsverordnung – sind.
Im Rahmen der Partnerschaft setzen wir uns für die Schaffung vollständig rückverfolgbarer Soja-Lieferketten ein, die strenge Vorgaben gegen Entwaldung, Umwandlung und Ausbeutung - gemäß den Leitlinien der Accountability Framework Initiative (AFI) sowie dem Anwendungsbereich der EU-Entwaldungsverordnung - systematisch umsetzen. Um dies zu erreichen, werden wir die Herkunft des Sojas, das direkt in unserer Lieferkette (alternative Proteine und Sojaprodukte) sowie im Futtermittel ausgewählter tierischer Produkte wie Huhn, Eier und Schwein verwendet wird, gründlich prüfen. Diese Analyse wird uns helfen, Handlungsfelder zu identifizieren. Darüber hinaus werden wir mit der Collaboration for Forests and Agriculture (CFA) zusammenarbeiten, um Probleme in Bezug auf Entwaldung, Landumwandlung und Ausbeutung innerhalb unserer eigenen Soja-Lieferketten zu bewerten und anzugehen. Unser Ziel ist es, langfristig sicherzustellen, dass unsere Soja-Lieferketten vollständig rückverfolgbar sowie umfassend gegen Entwaldung, Landumwandlung und Ausbeutungsrisiken – gemäß den oben genannten Kriterien – abgesichert sind.
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2025 setzen wir auf den Bezug von rückverfolgbarem Palm- und Palmkernöl, das – gemäß den Leitlinien der Accountability Framework Initiative (AFI) sowie dem Anwendungsbereich der EU-Entwaldungsverordnung – strengen Kriterien gegen Entwaldung, Landumwandlung und Ausbeutungsrisiken entspricht. Um dies zu gewährleisten, müssen 100 % unseres in Lebensmitteln und Non-Food-Produkten verwendeten Palm- und Palmkernöls den Standards "RSPO Segregated" oder "EU-Bio" entsprechen. Dieses Ziel haben wir bei Lidl Österreich mit einem Zertifizierungsanteil von 99,2 % im GJ 24 bereits fast erreicht. Darüber hinaus sollen 100 % der Derivate mindestens dem "RSPO Mass Balance"-Standard entsprechen, wobei wir uns dazu verpflichten, auf eine Segregierung hinzuarbeiten. Im GJ 2024 waren 89,9 % unserer Derivate nachweislich zertifiziert.
Wir arbeiten darauf hin, rückverfolgbare, entwaldungs-, umwandlungs- und ausbeutungsfreie Papier- und Zellstoffprodukte auf internationaler Ebene zu beziehen. Zu diesem Zweck werden wir die Qualität und Herkunft von Papier- und Zellstoffprodukten analysieren. Diese Analyse soll uns helfen, eine umfassende langfristige Strategie zur Rückverfolgbarkeit von Papier- und Zellstoffprodukten zu entwickeln.Dies umfasst Zellstoff und Papier in unseren Eigenmarkenprodukten, deren Etiketten und Verpackungen in allen Lidl-Ländern, in denen die WWF-Partnerschaft gilt. Akzeptiert werden die Standards FSC, FSC Mix, Recycling und in Ausnahmefällen PEFC.
Wir streben die vollständige Rückverfolgbarkeit unseres Kakaos an. Dazu erhöht Lidl in allen Lidl Ländern schrittweise den Anteil unabhängig zertifizierter Rohware in unseren Eigenmarken. Als Mindeststandard gelten EU-Bio, Rainforest Alliance oder Fairtrade. In Österreich ist bereits jetzt 100%* des Kakaos nach einem der drei genannten Standards zertifiziert.
Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 werden in allen Lidl Ländern alle Eigenmarken-Kaffeeprodukte (inkl. Kapseln, Instantkaffee und Cappuccino) auf anerkannte Zertifizierungen umgestellt. Zudem wird der Anteil von zertifizierten Röstkaffees kontinuierlich auf 100 % gesteigert. Als Mindeststandard akzeptieren wir EU-Bio, Rainforest Alliance oder Fairtrade. In Österreich ist bereits jetzt 100%* des Kaffees nach einem der drei genannten Standards zertifiziert.
Das Lidl - Sortiment an Schwarz-, Grün- und Rooibos-Tees der Eigenmarken wird in den teilnehmenden Ländern schrittweise auf zertifizierte Rohware der Standards EU-Bio, Rainforest Alliance oder Fairtrade umgestellt. In Österreich ist bereits jetzt 100%* des Eigenmarken-Tees nach einem der drei genannten Standards zertifiziert.* Zu den Kriterien dieser Standards gehören zum Beispiel:
*Die Zertifizierungszahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2024.
Weitere Informationen zu unseren Umsetzungsplan finden Sie hier